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Dienstag, 25. August 2015

Beinabschluss mit Bindebändchen (Tutorial)

Hallo :)

Ganz schön still hier, oder? *hüstel* Heute gibt es dafür eine kleine Anleitung, die ich im Zuge meines aktuellsten Probe-Nähens für euch gleich mal dokumentiert habe. ;)

Als ich die Einladung von Heike, die liebevoll auch "Frau Täschling" genannt wird, erhalten habe, war ich so was von aus dem Häuschen. Mega gefreut habe ich mich. Ich durfte den TÄSCHLING 2.0 von ALLERLEIKIND testen, bevor das neue eBook in den Verkauf geht. *juhuuuuu* Für mich eines der Highlights 2015, zumal ich schon einige TÄSCHLINGE genäht habe. Ich liebe diesen Schnitt einfach.

Wie komme ich nun dazu eine Anleitung zu schreiben? Als ich neulich, für meinen kleinen Mr. Igel, einen TÄSCHLING genäht habe, bekam dieser von mir einen Beinabschluss mit Bindebändchen verpasst. Diese Variante hat mir so gut gefallen, dass ich sie unbedingt auch für meinen grossen Räuber nähen wollte. Sie ist so nicht im eBook enthalten. Ausserdem habe ich es Heike versprochen. ;)

Ok, ich bin jetzt nicht so DIE Tutorial-Schreiberin und mir bleibt nur zu hoffen, dass ihr mir folgen könnt. Los geht's ....




Zu erst habe ich den Beinumfang am fertig genähten Hosenbein ausgemessen. Bei mir sind es 30 cm. Mein Tunnel sollte im genähten Zustand 2 cm kürzer als der Beinumfang und 1,25 cm hoch sein.
Das macht also eine Länge von 28 cm und 1,25 cm Höhe (Fertigmass).

Um die Streifen für den Tunnel auch noch annähen und einen sauberen Abschluss für den Tunnelausgang zu bekommen,habe ich den langen Seiten eine Nahtzugabe von je 1 cm zugegeben, an den kurzen Seiten je 2 cm. Insgesamt haben meine Stoffstreifen also ein Höhe von 4,5 cm und 32 cm Länge.




Um einen sauberen Tunnel-Abschluss zu erhalten, schlagt nun die Enden zwei Mal je 1 cm um, bügelt einmal drüber und näht den Umschlag fest. 




Als nächstes wird die Tunnelhöhe halbiert. Dazu wird der Stoffstreifen mittig gefaltet und gebügelt, so das die schöne, rechte Stoffseite aussen liegt. Damit der Tunnel gleichmässig am Hosenbein verteilt ist, habe ich mir noch die Mitte des Tunnels mit einer Stecknadel markiert und diesen dann, ausgehend von der inneren Hosenbein-Naht, festgesteckt, rechts auf rechts.




Nun wird der Tunnel am Hosenbein festgenäht, mit einer Nahtzugabe von 1 cm (verriegelt ordentlich den Anfang und das Ende eurer Naht). Zum Versäubern habe ich meine Overlock benutz.




Nun muss die Nahtzugabe noch abgesteppt werden, damit der Tunnel an Ort und Stelle bleibt. Bügelt die Nahtzugabe nach oben, fixiert sie mit ein paar Stecknadeln und steppt dann von rechts ab. Der Tunnel wäre damit auch schon fertig. ;)




Nun fehlen nur noch die Bindebändchen. Ihr könnt dafür Jerseynudeln, Kordel oder Schrägband benutzen. Ich habe mir aus zwei Stoffstreifen von je 4 cm Höhe und 50 cm Länge Schrägband hergestellt und dieses dann mit einer Sicherheitsnadel eingezogen. Die Enden noch verknotet und fertig war mein Beinabschluss mit Bindebändchen.




WICHTIG: Bindebändchen bieten auch ein gewisses Risiko irgendwo hängen zu bleiben und sich zu verletzen. Daher empfiehlt es sich NICHT diese Beinabschluss-Variante für sehr kleine Kinder zu nutzen. Behaltet eure Kids in jedem Fall immer gut im Auge, damit ihr parat seid, sollte doch Hilfe erforderlich werden.

So sieht der TÄSCHLING 2.0 übrigens aus, den ich für meinen Schatz genäht habe.




Er ist aus einem leichten, nicht dehnbaren, dunkel marine farbenen Baumwoll Chambrey genäht, nach dem Schnittmuster für nicht dehnbare Stoffe (Gr. 110).




Zudem hat dieser TÄSCHLING 2.0 keine Teilung im vorderen Hosenteil, was übrigens auch ganz neu zum Schnittmuster hinzu gekommen ist (im Vergleich zum ersten, kleinen TÄSCHLING).




Neu sind auch die Form der Po-Taschen, die trianguläre Knopfleiste, die Knieabnäher und die Hosentaschen mit Taschenbeutel. Ach ja ... Ihr könnt ihn jetzt auch für grössere Grössen nähen. Ging der Schnitt TÄSCHLING nur bis Grösse 128, geht DER NEUE nun bis Grösse 170 (ab Grösse 98).




Insgesamt also eine voll lässige und sau bequeme Wohlfühlhose, mit vielen Möglichkeiten sie zu einem ganz individuellen Näh-Werk zu machen. Immerhin hat man mindestens 18 verschieden Varianten, die man nähen kann. Das nenne ich abwechslungsreich.

Das Schnittmuster bekommt ihr übrigens seid 14.08.2015 bei der Eulenmeisterei und bei Alles für Selbermacher (auch als Kombipaket).

Ich hoffe euch hat mein Post gefallen und ihr habt Lust bekommen die Beinabschluss-Variante nachzunähen.

Let's Rock!

Simi

Bezugsquellen:
Baumwoll Chambrey dunkel marine von Stoff und Stil 
Bündchen Curry von Stoff und Stil
Single-Jersey Strasse von Stoff und Stil (Organic)

Schnittmuster 
TÄSCHLING 2.0 von Allerleikind
T-Shirt aus der Ottobre Design



PS: Dieser Beitrag enthält zum Teil Werbung, denn der Schnitt TÄSCHLING 2.0 wurde mir beim Probenähen kosten-neutral zur Verfügung gestellt. 
Alle Stoffe und sonstigen Nähzutaten sind von mit käuflich erworben worden.  

Montag, 1. Juni 2015

Einen Song im Ohr

♪♫♪ Wer baggert da so spät noch am Baggerloch, das ist .... ♪♪♫ 

Dieser Song, ihr kennt ihn ganz sicher auch, drängt sich mir förmlich auf und wird geradezu zu meinem Ohrwurm bei meinem aktuellen Nähwerk, das ich euch heute zeige.

Mein Mini-Mann ist schon die ganze Zeit so heiss auf den tollen Bagger-Stoff, nach dem Design von Janeas World, aus dem Hause Stoffonkel, das ich ihn nun angeschnitten habe, zusammen mit dem mint-weissen Ringel-Jersey. Natürlich sind die Stoffe in Bio-Qualität und einfach traumhaft schön.

Aber bevor ich los legen konnte, musste ich mir erst einmal klar werden ob ich nun eher etwas für die warmen Sommertage oder für die kühleren Zeiten nähe, denn das Wetter schaut hier nicht immer nach super Sommerwetter aus. Als dann mein Näh-Plan stand, ging es auch schon los.




Für meinen kleinen Mr. Igel ist ein Langarm-Shirt entstanden, das ich nach dem FreeBook *Bethioua Mini* von Pulsinchen (bzw. Elle Plus) genäht habe. Es ist ein ganz locker sitzendes Shirt, das sich super dafür eignet mal geschwind drüber gezogen zu werden, wenn es etwas frisch ist. Ausserdem hat mein Schatz so auch ganz viel Bewegungsfreiheit.




Und dann habe ich auch gleich mal was Neues ausprobiert. Arm-Patches. ☺
Ich stöbere ja zu gerne auf diversen Blogs herum und lasse mich inspirieren. Einer der Blogs, auf denen ich sehr gerne lese, ist der von Heike, besser bekannt unter dem Label Peterling-Allerleikind. Sie hat nicht nur den Schnitt *Täschling* entwickelt sondern auch eine super Anleitung für Arm-Patches (klick) geschrieben.

Fazit - Mache ich ganz bestimmt wieder. Arm-Patches machen doch richtig was her oder nicht?! *zwinker*




Eine neue Hose gab es gleich noch dazu. Sie ist aus einem hell-türkisen Stretch-Jeans und sau bequem. Der Schnitt, den ich für diese Hose genutzt habe, ist aus der Ottobre Design 3/2013 und heisst *Summer Pull on*.




Habe ich eigentlich schon mal erwähnt das ich türkis total mag? Es ist eine so tolle Farbe und sie lässt sich ganz wunderbar mit anderen Farben kombinieren. 




Ein Glück für euch, dass ihr nicht die Qual der Wahl bei der Auswahl der Bilder zu diesem Post hattet. Es waren einfach zu viele schöne Fotos dabei. Aber am Ende konnte ich mich dann doch noch für ein paar davon entschieden und euch heute wieder etwas zeigen.

Ich wüsche euch eine schöne, erfolgreich und sonnige Woche.

Let's Rock!

Simi


Bezugsquellen:

Ringel-Jersey, Bagger und Bündchen von Stoffonkel
hell-türkiser Stretch Jeans von Herbert Textiel

Schnitte:

*Bethioua Mini* FreeBook von Pulsinchen (bzw. Elle Plus) 
Arm-Patches nach der Anleitung von Peterling-Allerleikind
*Summer Pull on* aus der Ottobre Design 3/2013


PS: Dieser Beitrag ist KEIN Werbe-Post. Alle Stoffe, Nähzutaten und Schnitte sind von mir käuflich erworben worden bzw. nach einem FreeBook genäht. 




Donnerstag, 29. Januar 2015

Ein neues Projekt - Es ist fertig!

Hallo :)

Am Sonntag stand ich so vor meinem Stoffregal und habe überlegt was ich denn nähen könnte. So viele Sachen sind es noch, die ich gerne einmal machen möchte. Schlimm war nur das ich mich schlichtweg nicht entscheiden konnte. Unterhosen für meinen grossen Räuber? Nein, hat er genug. Pullis und Langarmshirts für die Kids? Auch ausreichend vorhanden. Ein paar gemütliche zu Hause Hosen? Nöö. Keine Lust auf Hosen. So stand ich eine ganze Weile vor meinen Stoffen ...

... und dann kam sie, die Idee. *juhu* Ich erinnerte mich an ein Tutorial von Missouri Star Quilt Co., das ich erst ein paar Tage zuvor gesehen hatte. Was für eine Tasche geht, das sollte doch auch super eine Nummer grösser gehen, ging es mir so durch meinen Kopf. Also ran an die Stoffkisten (ja, ein Teil meiner Stoffe passt einfach nicht mehr ins Regal und lagert, schön ordentlich gefaltet, in grossen Kisten), geschwind ein Jelly Roll aus dem Dornröschenschlaf geweckt, ein paar uni-farbene Stöffchen raus gekramt, ein Stoff fürs Batting (Baumwollmolton in dem Fall), Minky Rose Cuddle für die Rückseite und los ging es auch schon.

Entstanden ist eine ganz kuschelige Decke, die mich in Zukunft wärmt, wenn ich es mir auf dem Sofa gemütlich mache. Die Technik, mit der ich sie gearbeitet habe, nennt sich "Crazy Patchwork" und ich bin noch immer so verblüfft wie toll es funktioniert, wie einfach es ist. So schnell hatte ich noch keine meiner Decken fertig. Ok; es hatte auch ein wenig einen Überraschungseffekt, da ich nicht genau wusste wie die Decke dann am Ende aussehen wird und ob sie mir gefällt, aber je mehr meine Arbeit wuchs, um so grösser wurde meine Begeisterung.

Was ich besonders klasse finde, am "Crazy Patchwork", ist, dass sich beim Absteppen (Quilten) nachher nichts mehr verzieht oder verschiebt. Das passiert mir beim Quilten einer klassisch gearbeiteten Patchworkdecke recht schnell. Da kann ich feststecken und sichern so viel ich will, irgendwie ist der Stoff dann doch leicht verzogen, wirft Falten und es sieht einfach nicht so perfekt aus. Und ja - ich bin Perfektionistin. Ich möchte es schön sauber und ordentlich genäht haben. Das klappt mit dieser Technik total prima und sie ist auch perfekt für Einsteiger geeignet.

So! Nun aber genug der Worte. Ich zeige euch nun auch mal meine neue Kuscheldecke. ;)




Eins ist sicher. Es hat mir mehr als nur ein bisschen Spass gemacht so zu arbeiten. Das nächste Projekt ist schon geplant und meine Stofforder ist gestern raus gegangen. *zwinker* Jetzt geht es noch ab zu RUMS, denn wir haben ja Donnerstag und ich kann endlich auch wieder mal etwas zeigen. *freu*

Let's Rock!

Simi

PS: Die Decke ist ca. 110 cm breit und 135 cm gross.

Dienstag, 16. Juli 2013

Projekt "Short für Lena"

oder "Wie nähe ich denn eigentlich eine Short?"

Hallo,

heute nun kommt mein bereits angekündigter Post zum Projekt "Short für Lena". Aufgeschoben ist ja schliesslich nicht Aufgehoben. Und es steckt echt 'ne Menge Arbeit drin, wobei das Nähen noch die Geringste war ... und ihr werdet mir sicher Recht geben, wenn ich sage "Es ist besser einen eigenen Post dazu zu schreiben als ein Mega-Ding" (wollte ich das echt Alles in meinen letzten Post packen....). Nun aber los und nicht so viel Geschwätz, denn es wird ohnehin etwas ausführlicher ...

Sie ist ja endlich fertig geworden, die Short für die süsse Lena, was doch ein wenig länger gedauert hat, da ich zwischen Nähen und Fotos machen hin und her gesprungen bin. Andere Varianten, etwas kleiner, kennt ihr ja schon (sofern ihr hier ab und an mal reinschaut) und nun ist eine Neue, nach meinem aktuellen Lieblingsschnittmuster, das ich schon vor einer Weile auf der Seite von Susanne (Hamburger Liebe) gefunden habe, entstanden. Liebste Steffi - ich hoffe deiner kleinen Räuberbraut gefällt und passt sie (was wir ja in zwei Wochen sehen werden).

Damit ich mit Nähen loslegen kann und nicht jede benötigte Kleinigkeit suchen muss, wenn sie gerade gebraucht wird, lege ich mir immer alle Zutaten vorher zurecht. Schere, Rollschneider, Stecknadeln, Stylefix, Schnittmuster, Stoffe und natürlich das Nähgarn. Heute habe ich Drachen-Stoff von Stoffwelten (Eigenproduktion), uni-farbenen Jersey und Bündchenstoff von Micha's verwendet.

Alles da!

Nähen hat ja ein bisschen etwas von einem Puzzle. Habe ich das schon mal erwähnt? Na wenn nicht, dann jetzt! Schneidet man die einzelnen Stoffteile unsauber zu, dann passt's nachher nicht, wird schief und krumm, mit anderen Worten - Dann wird's nüschd! ( ... und ich bin ganz und gar kein Fan von Krumm und Schief). Ein Grund, warum ich mir immer Alles sehr ordentlich vorbereite. Und schneidet man sauber zu, bedeutet das auch weniger Verschnitt der guten Stöffchen. Bei diesem Schnitt werden alle Seiten, die dann mit Bündchen eingefasst werden, ohne Nahtzugabe zugeschnitten und alle Anderen haben eine Nahtzugabe von einem Zentimeter.

Immer schön locker aus dem Handgelenk zuschneiden und nicht an den Stoffen zerren ...

So ein Rollschneider ist mega scharf, also immer auf die Finger aufpassen (was bei mir irgendwie nicht geklappt hat)!

Da ich die Rückseite der Short einfach nur in aqua-blau ganz schön nackig fand, habe ich hier eine Applikation angebracht, so das sich der Stoff des Vorderteils, also der mit den Drachen, auch auf der Rückseite wiederfindet (Auf das Muster Achten, damit es nicht Kopf steht). Dazu habe eine Vorlage erstellt, diese auf der Papierseite des Vlieseline Vliesofix aufgezeichnet, ausgeschnitten (mit zwei Millimetern Rand) und auf die linke Stoffseite des Drachenstoffes aufgebügelt (dann 20 Minuten liegen lassen). Anschliessend habe ich die Applikation zugeschnitten, entsprechend der Vorlage, das Trägerpapier abgezogen und auf das hintere Hosenteil aufgebügelt (wieder 20 Minuten abkühlen lassen).

... ganz langsam und gleichmässig die Applikation aufbügeln ...

Damit die Applikation auch hält, denn schliesslich muss die Short sicher was aushalten und dann mal in die Waschmaschine, habe ich sie noch knappkantig mit einer parallelen Naht (nein, dieses Mal nicht mit der Zwillingsnadel) festgesteppt. Dank des Vliesofix verrutscht beim Festnähen dann auch nichts mehr, was sonst an der Tagesordnung und echt ärgerlich wäre.

Applikation mit zwei parallelen Steppnähten fixiert.

Nun sind auch schon die Tascheneingriffe an der Reihe, zwei an der Zahl. Sie werden mit einem Bündchenstreifen versäubert. Dieser ist bei mir 14 cm lang und 4 cm breit zugeschnitten. Mit ein paar Stecknadeln wird der Bündchenstreifen Rechts auf Rechts auf den Tascheneingriff gesteckt und damit es nachher schön anliegt, dehnt man es am Anfang und Ende kaum und in der Rundung darf's dann schon ein bisschen mehr sein (überstehende Enden am Schluss stutzen). Mit einem Abstand von einem Zentimeter zur Stoffkante wird dieser dann erst einmal festgesteppt. Anschliessend wird der Einfassstreifen so umgelegt, das der Tascheneingriff umschlossen ist. Nun wieder schön knappkantig feststeppen. Damit Alles schön elastisch bleibt, nehme ich dazu einen Geradstich mit einer Stichlänge von vier Millimetern.

Einfassen der Tascheneingriffe mit Bündchenstreifen.

Als nächstes habe ich die Taschenteile an die Vorderteile der Hose genäht. Das Taschenteil liegt dabei mit der rechten Stoffseite auf der linken Stoffseite des Hosenteils. So sind nachher beide schönen, also rechten Stoffseiten, von Aussen sichtbar. Da ich keine Covermaschine habe, benutze ich immer einen Verbindungsstich. Auch hier wird vorher gut festgesteckt und behutsam genäht, damit sich nichts wellt. Die Naht ist nachher sichtbar und soll ja schön gleichmässig werden.

Mit einem Verbindungsstich aufgenähte Short-Tasche.


So, die Taschen sind schon mal dran. Nun geht es an die Innenbeinnähte. Ich habe jeweils das vordere und das hintere Hosenteil an der inneren Beinnaht rechts auf rechts festgesteckt und mit einem Overlock-Stich meiner "Betty" zusammen genäht. Wer eine Oberlock-Maschine hat, benutzt natürlich diese. Bei meiner ersten Short stand ich an diesem Punkt wie der Ochs vorm Berg und hab's echt nicht geblickt und mich mit meinem Fadentrenner angefreundet.

Nun ist die innere Beinnaht geschlossen und so schaut's dann aus.

Es ist wieder Zeit zum Einfassen der Schnittkanten. Mein Bündchenstreifen ist 150 cm lang und vier Zentimeter breit. Er reicht für beide Hosenteile aus. Man kann hierfür auch einen Jersey-Streifen verwenden, den man dann fünf Zentimeter breit zuschneidet und wie ein Schrägband um die einzufassende Stoffkante legt,was ich bei einer der anderen Shorts auch schon gemacht habe. Geht auch super. Da es nun im Grunde genau so abläuft, das Einfassen, wie bei den Tascheneingriffen, nerve ich euch jetzt auch nicht mit einer Wiederholung der Beschreibung, dafür gibt es aber eine Menge Bilder dazu. Ihr beginnt mit dem Einfassen am Vorderteil und geht bis rum zum Hinterteil. Fünf bis sechs Zentimeter über der Rundung des Hinterteils endet die Einfassung, denn dieser Teil verschwindet nachher unter dem vorderen Hosenteil.

Auch beim Einfassen der Hosenteile gilt - nicht an den Stoffen zerren. Nur der Bündchenstreifen wird in den Kurven etwas gedehnt, damit er richtig Kante auf Kante kommt und nachher nicht gewellt ist.



Nur noch wenige Schritte und die Short ist fertig.


Ab diesem Moment geht es eigentlich immer recht zügig voran und die Short ist nahezu fertig. Jetzt wird erst einmal noch die Schrittnaht mit einem Overlock-Stich (oder eben mit einer Overlock-Maschine) geschlossen. Hier ist es wichtig, dass die Nähte der einzelnen Teile gut aufeinander treffen.

Nun die Schrittnaht schliessen.

Als Nächstes werden die Seitennähte geschlossen. Die äussere Kante des Vorderteils wird hierbei über die äussere Kante des Hinterteils gelegt, gerade so weit, wie die Einfassung breit ist. Jetzt habe ich zuerst auf der schon vorhandenen Naht entlang beide Teile zusammen genäht. Etwas zwei Finger breit unter der Taschennaht ging's ein paar Stiche quer rüber und dann auf der anderen Seite des Einfassstreifens wieder nach oben, schön knappkantig.

Jetzt sieht's doch immer mehr nach einer Short aus, oder?

Endspurt. Gleich ist die Short fertig und auch schon immer mehr als solche zu erkennen. Das Bündchen muss aber noch ran. Bei der Breite und Länge des Hosenbundes habe ich mich an anderen Schnittmustern und den darin enthaltenen Angaben orientiert. Jetzt bleibt nur zu hoffen, das es nicht doch zu locker sitzt. Der Bundstreifen wird zuerst zu einem Ring geschlossen, was an der schmalen Kante passiert, und dann Links auf Links zusammengelegt. Damit ich das Bündchen gleichmässig auf das Hosenteil genäht bekomme, das ja etwas schmaler ist als der Hosenteil selbst, stecke ich mir mit Stecknadeln Viertel-Markierungen am Bündchen und dem Hosenteil und bringe es dann an diesen Stellen zusammen.

Stecknadeln sind drin und so meine Markierungen gesetzt.

Damit später im Rücken nichts drückt, lege ich die Bündchennaht immer an eine der Seitennähte des Hosenteils, bzw. direkt daneben (sonst hat man an dieser Stelle einfach eine zu dicke Wulst). Hierzu ist die Hose inzwischen wieder auf Links gewendet. Jetzt das Bündchen beim Annähen schön gleichmässig dehnen (der Hosenteil bitte nicht) und so gleichmässig verteilen.

Das Bündchen wird auch wieder mit dem Overlock-Stich einer normalen Nähmaschine oder einer Overlock-Maschine angenäht.

Da ich es nicht wirklich mag, wenn sich am Ende immer wieder die Nahtzugabe des Bündchens innen umklappt, steppe ich diesen Bereich knappkantig mit dem Hosenstoff zusammen, auf der schönen Stoffseite genäht. Auch hier benutze ich wieder einen Geradstich mit vier Millimeter Stichlänge.

Immer schön langsam und gleichmässig nähen, damit es eine schöne Naht wird.

Jetzt ist es geschafft! Die Short ist fertig und sieht so aus.

Fertig ist sie, die Short für Lena und schaut von Vorne so aus ...




... von Hinten so ...

So nähe ich also die Short's, die ich so sehr mag. Und ich muss gestehen, ich habe mich bei der Bilderzusammenstellung gleich mal um mindestens 25 Jahre in meine Teenezeit zurück versetzt gefühlt, hat das Ganze ja schon fast was von einer Foto-Love-Story aus der Bravo. *schmunzel*
Hoffentlich ist meine Beschreibung gut verständlich, ist ja meiner Erste dieser Art, und macht euch Lust sie selber mal zu schneidern.

Jetzt geht's aber ran an die nächsten Nähprojekte (ganz ohne den Versuch einer bebilderten Beschreibung), denn in zwei Wochen ist Ferienzeit und ich hoffe noch ein Bisschen was für meine beiden Rabauken zaubern zu können (und vielleicht ja doch noch ein luftiges Sommerkleid für mich selber). Die Zeit wird also knapp. Und eine "Summer Sea" (Ottobre 3/2013), für den kleinen Bruder von Lena, will auch noch genäht werden.

Ich bin dann mal weg ... Stoffe zuschneiden und zusammen puzzeln.

"Let's Rock!"

Simi